Runenstäbe

Für das Losen mit Runen gibt es fertige Stäbe oder Steine zu kaufen und auch Kartensets sind im Handel erhältlich. Zusammen mit einem erklärenden Büchlein werden sie von vielen Verlagen angeboten. Wer handwerklich begabt ist, kann seine Runen-Stäbe selbst anfertigen. Das macht Spaß und bietet den Vorteil, daß während des Herstellungsprozesses die eigene Energie mit in die Stäbe einfließt und sie so "programmiert" werden.

Dazu sägt man sich aus Holzleisten 24 gleichgroße Stäbe. Besonders gut geeignet ist Buchenholz, denn es ist feinmaserig und hart, splittert nicht und nutzt sich kaum ab. Außerdem entspricht Buchenholz dem von unseren Ahnen dafür verwendeten Material. Wer den Stäben rituelle Abmessungen geben möchte, nimmt Vierkantleisten mit einem quadratischen Querschnitt von 12 x 12 mm und eine Länge von 24 cm, passend zu Querschnitt und Anzahl der Runen. Zur leichteren Übersicht wird die Spitze der Stäbe zu einer Vierkantpyramide angefeilt, die auch farblich gestaltet werden kann.

Ich empfehle, die Runen zunächst mit einem Bleistift auf die Stäbe aufzutragen, Anschließend kann man sie aufmalen oder einritzen.

 

Bei meinen Runenstäben habe ich einen Brandmalkolben verwendet. Diese Technik verleiht den Runenstäben nicht nur ein rustikales Aussehen, sondern ermöglicht es, sie gleichzeitig rituell einzuweihen: Durch die enorme Hitze des Brandmalkolbens wird das Element Feuer aktiviert, das in der nordisch-germanischen Tradition auch das Urfeuer, die Zeugungs- und Schaffenskraft symbolisiert. Wenn man gleichzeitig die entsprechende Rune raunt, singt und über sie meditiert, ist die persönliche Einweihung und Aktivierung der Runenstäbe vollzogen. Unterstützend kann man sich wärend des gesamten Herstellungsprozesses eine schöne und magische Atmosphäre schaffen, in dem man räuchert, Kerzen anzündet oder ähnliches.

Auf meinen Runenstäben befinden sich, abgesehen von den Runen selbst, auch ihre zugehörigen Götter, Symbole, Runenzahlen und Töne. So kann bei der Befragung der Runen die oben liegende Seite eines jeden Stabes gelesen werden, da jede der vier Seiten einen anderen Aspekt der Rune aufzeigt. Diese Form der Beschriftung bietet auch eine gute Übersicht über die mythologischen Zusammenhänge.

 

 

Für ein einfaches Runenset aus Holz kann man auch Astscheiben oder kleine, schräg abgesägte Äste verwenden:

Runenset aus Haselnussholz

Runenset aus Birkenholz